Kratzbaum für große Katzen: Was Maine Coon & Co. wirklich brauchen
Große und kräftige Katzen brauchen mehr als einen hohen Kratzbaum. Entscheidend sind Stabilität, dicke Stämme, großzügige Liegeflächen und gut erreichbare Ebenen.
Kratzbaum für große Katzen: Was Maine Coon & Co. wirklich brauchen
Große Katzen benötigen nicht einfach nur einen größeren Kratzbaum. Sie belasten Stämme, Liegeflächen und Verbindungen stärker und brauchen ausreichend Platz, um sich auszustrecken, zu drehen und sicher zwischen den Ebenen zu bewegen.
Beim Kauf solltest du deshalb weniger auf die Anzahl der Spielbälle und stärker auf die Konstruktion achten.
1. Stabilität kommt zuerst
Beim Kratzen lehnen Katzen einen Teil ihres Körpergewichts gegen den Stamm. Ein guter Kratzbaum darf dabei nicht wackeln oder kippen. Cats Protection empfiehlt deshalb eine schwere, stabile Basis und eine Höhe, bei der sich die Katze vollständig ausstrecken kann.
Für große Katzen sind besonders wichtig:
- eine breite und schwere Grundplatte
- mehrere tragende Stämme
- belastbare Verbindungen
- eine ausgewogene Anordnung der oberen Ebenen
- regelmäßige Kontrolle der Schraubverbindungen
2. Dicke Kratzstämme bieten mehr Halt
Dünne Stämme können bei kräftigen Katzen schnell instabil wirken. Breitere Stämme bieten mehr Fläche für die Pfoten und können das Gewicht der Plattformen besser verteilen.
Der XXL-Kratzbaum Memphis besitzt zwölf Sisalstämme mit jeweils 11 cm Durchmesser. Sein Gesamtgewicht von 51 kg und die 85 × 49 × 4 cm große, verstärkte Grundplatte sind auf eine standfeste Konstruktion ausgelegt.
3. Die Katze muss sich richtig strecken können
Kratzen dient nicht nur der Krallenpflege. Katzen strecken dabei auch ihren Körper und markieren den Bereich optisch und über Duftstoffe. Die Kratzfläche sollte daher hoch genug sein, dass sich die Katze aufrichten und bis in die Zehenspitzen strecken kann.
Mehrere Stämme in unterschiedlichen Bereichen sind besonders praktisch, wenn mehrere Katzen im Haushalt leben oder verschiedene Kratzpositionen bevorzugt werden.
4. Liegeflächen müssen zur Katze passen
Eine Plattform kann technisch stabil sein und trotzdem zu klein ausfallen. Achte darauf, ob deine Katze:
- vollständig darauf liegen kann
- sich sicher drehen kann
- nicht dauerhaft über den Rand hinausragt
- bequem auf- und absteigen kann
Beim Memphis stehen unter anderem eine obere Liegeplatte von 52 × 52 cm, zwei seitliche Flächen von jeweils 49 × 49 cm, eine Höhle von 50 × 40 × 30 cm und eine gesteppte XL-Liegemulde mit 45 cm Durchmesser zur Verfügung.
5. Gut erreichbare Ebenen sind wichtiger als maximale Höhe
Nicht jede Katze möchte vom Boden direkt auf die höchste Plattform springen. Sinnvoll angeordnete Zwischenebenen erleichtern den Aufstieg und bieten zusätzliche Beobachtungsplätze.
Das gilt besonders für:
- schwere Katzen
- ältere Tiere
- Katzen mit eingeschränkter Beweglichkeit
- Haushalte mit mehreren unterschiedlich aktiven Katzen
Ältere oder bewegungseingeschränkte Katzen können ergänzend niedrigere Kratzflächen, Rampen oder horizontale Kratzmatten benötigen.
Der XXL-Kratzbaum Memphis im Überblick
Der 158 cm hohe Memphis kombiniert dicke Sisalstämme mit mehreren großen Liege- und Kletterflächen. Zur Ausstattung gehören außerdem eine Höhle, eine Hängematte mit Wendekissen, eine große Liegemulde, ein Kratzbrett und ein etwa 80 cm langes Spielseil. Mehrere gesteppte Kissen sind über Klett befestigt, abnehmbar und waschbar.
Unser Platzierungstipp
Stelle den Kratzbaum an einen Ort, an dem deine Katze am Familienleben teilnehmen und gleichzeitig den Raum beobachten kann. Plätze nahe einem Fenster oder in der Nähe eines bevorzugten Schlafbereichs werden häufig gut angenommen. Katzen kratzen besonders gern nach dem Aufwachen, weshalb eine Kratzmöglichkeit in der Nähe des Ruheplatzes sinnvoll sein kann.
Fazit
Für große Katzen zählen vor allem eine schwere Konstruktion, dicke Stämme und ausreichend große Liegeflächen. Der Memphis erfüllt diese Anforderungen mit 51 kg Eigengewicht, 11 cm starken Sisalstämmen und mehreren XL-Ruheplätzen.